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Tag der offenen Tür

22.05.2011

Tag der offenen Tür

Am Tag der offenen Tür der Feuerwehr Friedrichsdorf-Mitte waren Kollegen aus Houilles bei Paris zu Gast. Hubschrauberrundflüge, Qualm-Zelt und Rettungsschere gehörten zu den Attraktionen
beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Friedrichsdorf-Mitte. Und ein Polizeihund war auch im Einsatz.
Die Feuerwehr bestaunen und mitmachen, das war das Motto beim Tag der offenen Tür, den die Feuerwehr Friedrichsdorf-Mitte am Sonntag im Petterweiler Holzweg. Mit zünftiger Wetterauer Blasmusik
wurden die vielen Gäste aus nah und fern von 11:00 Uhr an unterhalten. Sogar eine Feuerwehr-Abordnung aus der französischen Partnerstadt Houilles war mit sechs Feuerwehrkameraden vertreten. Wenngleich
die französischen Gäste zur dortigen Berufsfeuerwehr gehören, war dennoch ihr Interesse an der hiesigen freiwilligen Feuerwehr sehr groß.
Die Houiller Feuerwehrmänner, die natürlich ihre schmucken Uniformen trugen, freuten sich über den herzlichen Empfang. Sie waren am Freitagnachmittag in Friedrichsdorf eingetroffen. Das Weinfest in Bad Homburg, ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr in Frankfurt und eine deftige Grillfeier mit Wild aus heimischen Wäldern bei den Friedrichsdorfer Kameraden zählten zu ihrem Programm. Am Sonntagmorgen wurden die Feuerwehrmänner per Hubschrauber von Burgholzhausen zum Feuerwehrgerätehaus nach Friedrichsdorf geflogen.
Mit Houilles (20 000 Einwohner) und den anliegenden Gemeinden betreuen sie mit 40 Berufs- und 60 ehrenamtlichen Feuerwehrmännern zirka 80 000 Einwohner. Mit den Gerätschaften der Friedrichsdorfer Kameraden kämen sie sicherlich auch gut zurecht, sagte Stephane Nironi, der stellvertretende Wehrführer der französischen Abordnung. Am Sonntagnachmittag machten sie sich schließlich auf den Nachhauseweg.
Zur Stärkung hatten die Besucher die Wahl: Es gab Steaks und Würste vom Grill, aber auch Tagliatelle mit Pinienkernen, getrockneten Tomaten, Rucola, Kirschtomaten, milden Chili Schinkenstreifen und geriebenem Parmesankäse. Außerdem Eis, Kaffee und Kuchen.
Zum Programm zählten die zehnminütigen Hubschrauber-Rundflüge, die man für 40 Euro buchen konnte. Hinzu kam ein umfangreiches Kinderprogramm, das von Jugendfeuerwehrwart Daniel Mayer vorgestellt wurde, mit Hüpfburg und Kinderparcours. Dazu gehörten Geschicklichkeitsübungen wie Zielspritzen, Angeln mit Magneten und Ballwurf in Eimer.
Natürlich wurden auch Rettungsaktionen vorgeführt. Mit einer hydraulischen Schere wurde ein Schrottauto geöffnet. Das macht die Feuerwehr, wenn Insassen geborgen werden müssen. Unter Anleitung und Aufsicht der Experten durften das sogar die Kinder üben. Auch ins Qualm-Zelt, durch das nahezu undurchsichtiger Disconebel waberte, durften sie. Und zwar mit Maske und Atemschutzgerät. So konnten sie nachempfinden, wie schwierig es für Feuerwehrleute ist, in verqualmten Räumen nach Verletzten zu suchen.
Mit der großen Drehleiter, die von den Seulberger Feuerwehrkameraden gestellt worden war, konnten die Besucher das Fest aus luftiger Höhe betrachten.
Und Polizeihauptkommissar Detlef Pecha aus Köppern kam mit seinem vierbeinigen Freund "Patton Nelly". Das Tier gehört zum Polizeihunde-Kommando Frankfurt. Und Pecha zeigte den Zuschauern, wie es Straftätern ergeht, wenn der Polizeihund zur Stelle ist. Feuerwehr-Fördervereins-Vorsitzender und Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU) bedankte sich bei den Sponsoren. Und er erklärte: "Wir haben knapp 320 Mitglieder, davon sind 63 aktive Feuerwehrmänner." Das sei schon eine ordentliche Zahl. Trotzdem sind neue Mitglieder in Jugendfeuerwehr, Einsatzabteilung und Förderverein willkommen.