06.09.2010
Ein Brand in einer leerstehenden Dachgeschosswohnung hielt am späten Freitagabend die Friedrichsdorfer Feuerwehren in Atem.
Friedrichsdorf. Aufmerksamen Nachbarn ist es zu verdanken, dass ein Wohnungsbrand am Freitag noch weitgehend glimpflich abging. Die Zeugen hatten bemerkt, wie am späten Freitagabend kleinere Flammen aus dem Dach eines viergeschossigen Hauses in der Dillinger Straße schlugen und alarmierten die Feuerwehr. Um 20.39 Uhr löste die zentrale Leitstelle im Bad Homburger Landratsamt Alarm aus für die Freiwilligen Feuerwehren Friedrichsdorf, Seulberg und Burgholzhausen sowie einen Rettungswagen des DRK und Rettungsdienstleiter Uwe Hambückers.
Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Uli Neeb – unterstützt von seinem Stellvertreter Jürgen Leyendecker und dem stellvertretenden Friedrichsdorfer Wehrführer Jens Schlusa – rückten 9 Fahrzeuge mit 55 Mann zur Einsatzstelle nach Dillingen aus. Als die Feuerwehr am Ort des Geschehens eintraf, hatten die rund 10 bis 15 Personen, die sich bei Ausbruch des Hauses noch in dem Mehrfamilienhaus befunden hatten, das Gebäude bereits verlassen. Um auf Nummer sicher zu gehen, gingen dennoch acht Brandbekämpfer unter schwerem Atemschutz in den weitläufigen Gebäudekomplex, um nach weiteren Personen zu suchen.
Derweil gingen acht Kameraden, ebenfalls unter Atemschutz, im Innenangriff mit einem C-Rohr gegen den Brand vor, wie auch zwei Brandschützer mit Atemschutz vom Korb der Seulberger Drehleiter aus mit dem Wenderohr von außen die Flammen ins Visier nahmen. Acht weitere Feuerwehrleute standen auch unter Atemschutz in Reserve, mussten jedoch nicht in den Einsatz. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.
Nach Angaben der Polizei ist vermutlich ein technischer Defekt im Bereich des Dachfensters Auslöser des Brandes. Die Wohnung steht gegenwärtig leer und soll nach einer Renovierung wieder verkauft werden. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Feuerwehr auf rund 20 000 Euro. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.
05.07.2010
Feuer im alten Rathaus in Köppern: 11 Bewohner mussten von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht werden. Flammen und giftiges
Gas hatten einigen von ihnen den Weg abgeschnitten. Der Sachschaden beträgt rund 80 000 Euro.
11 Menschen hat die Feuerwehr am Sonntagabend in Köppern aus Lebensgefahr gerettet. Unter ihnen drei kleine Kinder im Alter von
sechs Monaten bis drei Jahren. Im Keller des Hauses in der Köpperner Straße 94, direkt neben der evangelischen Kirche, war ein Feuer
ausgebrochen. Um 20.23 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. 71 Feuerwehrleute rasten in 12 Fahrzeugen zur Unglückstelle.
Als die Rettungskräfte eintrafen, drang dicker schwarzer Rauch aus den Kellerfenstern. Drei Personen waren in den oberen Stockwerken
des dreigeschossigen ehemaligen Rathauses eingeschlossen und riefen um Hilfe. Die Feuerwehrleute holten die Menschen mit Hilfe der Drehleiter
und Steckleitern aus dem Gebäude. Wie Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb, der den Einsatz zusammen mit dem Köpperner Wehrführer Michael Homm
leitete, berichtete, hatte sich das Feuer im Keller durch mehrere Räume gefressen. Die Hitzeentwicklung war enorm. Die Flammen drohten auf die
Holztreppe im Erdgeschoss überzugreifen.
Insgesamt 24 Feuerwehrleute aus allen vier Stadtteilen waren mit schwerem Atemschutzgerät im Einsatz, ebenso viele Atemschutzgeräteträger standen
in Bereitschaft. Weil der Keller schwer zugänglich war, fluteten ihn die Feuerwehrleute mit Löschschaum, um die Flammen zu ersticken. Zudem
durchsuchten sie das ganze Haus nach Menschen, um sie vor den giftigen Brandgasen zu retten. Dazu mussten sie einige Wohnungstüren aufbrechen.
Wegen der Holz-Skelett-Bauweise des historischen Hauses war die Lage besonders schwierig. Als das Feuer schließlich aus war, ging der s
tellvertretende Wehrführer von Burgholzhausen Holger Laubinger im Chemikalienschutzanzug in den Keller und watete durch den kniehohen Schaum,
um mit der Wärmebildkamera nach Glutnestern zu suchen.
Den Sachschaden schätzen Polizei und Feuerwehr auf 80 000 Euro. Als Unglücksursache wird ein technischer Defekt vermutet. Außer den Bewohnern
wurden auch insgesamt sechs Haustiere gerettet: Zwei Katzen, zwei Meerschweinchen und zwei Kanarienvögel. Zudem mussten die Feuerwehrleute
dringend benötigte Medikamente aus einer Wohnung holen. Zwei Notärzte und Rettungsassistenten vom Roten Kreuz behandelten sechs der geretteten
Bewohner ambulant, sie hatten leichte Rauchvergiftungen erlitten.
Der Haupt-Einsatz für die Feuerwehr war gestern früh um 1.07 Uhr beendet. Die Köpperner Straße war wegen der Löscharbeiten bis Mitternacht gesperrt.
Rund 30 Helfer vom Roten Kreuz betreuten die Bewohner. Einsatzleiter des Rettungsdienstes war Peter Weidmann aus Bad Homburg. Drei Rettungswagen
standen bereit. Zudem mussten die Stadtwerke anrücken, weil ein Wasserrohr wegen der Hitze im Keller geborsten war. Die Süwag überprüfte die
Elektroleitungen und nahm das ganze Gebäude vom Netz. Die Mainova stellte sicher, dass kein Gas austrat. Zahlreiche Schaulustige beobachteten das Geschehen.
11.06.2010
Das Unwetter am Mittwochabend bescherte den Wehren im Vordertaunus Schwerstarbeit. Schäden richtete vor allem der anhaltende Starkregen an,
Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume gab es jedoch nicht. Über 80 Mal mussten die Feuerwehren ausrücken, um vollgelaufene Keller auszupumpen.
Am schwersten tobte das Unwetter in Friedrichsdorf, wo die Feuerwehr alleine 34 Einsätze meldete. Unter anderem war die 2500 Quadratmeter große
Baugrube der Philipp-Reis-Schule betroffen. Hier war Wasser unter die Bodendämmung und das bereits verlegte Armiereisen gelaufen, so dass die
für heute vorgesehenen Betonarbeiten abgesagt werden mussten. Wie lange die Verzögerung dauern wird, ist bislang noch nicht bekannt.
11.06.2010
Schul-Baustelle unter Wasser: Beton abbestellt
80 Feuerwehrmänner kämpften in der Nacht zum Donnerstag gegen Wassermassen. Der heftige Gewitterregen hatte auch die Baustelle
der Philipp-Reis-Schule an der Färberstraße unter Wasser gesetzt. Jetzt verzögern sich die Bauarbeiten.
Das heftige Unwetter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat die Baustelle der neuen Philipp-Reis-Schule unter Wasser gesetzt
und die Friedrichsdorfer Feuerwehren von Mittwoch, 23.30 Uhr, bis gestern, 14.45 Uhr, in Atem gehalten. Insgesamt 42 Einsätze zählte
Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb, der alles, zusammen mit seinem Stellvertreter Jürgen Leyendecker, koordinierte. «Unsere vier
Wehrführer waren mit ihren Trupps im Stadtgebiet unterwegs», berichtete er gestern. Insgesamt 80 Mann pumpten vor allem vollgelaufene
Keller leer. Die meisten Probleme habe es in Friedrichsdorf und Köppern gegeben. Dort schossen zum Teil über ein Meter hohe Fontänen aus den Gullys.
12 Tauchpumpen
Auf der Schul-Baustelle an der Färberstraße kämpften rund 20 Mann mit 12 Tauchpumpen (Pumpleistung zwischen 400 und 1600 Liter pro Minute)
gegen die Wassermassen. Auf der größten Baustelle des Hochtaunuskreises sollte gestern eigentlich der Turnhallen-Fußboden betoniert werden.
Der Beton musste jedoch wieder abbestellt werden, weil der Regen den Unterbau dafür aus den Angeln gehoben hatte. «Die zuunterst liegenden
Schaum-Dämmplatten schwammen auf dem Wasser, das nach oben drückte und hoben so die darüber angebrachten Stahlgitter an», erklärte die
Pressesprecherin des Landratamtes Pamela Ruppert. Das muss, wenn das Wasser wieder weg ist, erstmal repariert werden, bevor der Beton drauf
kann. Wie lang sich der Schulbau nun verzögert, konnte Ruppert gestern noch nicht sagen. 18 000 Quadratmeter groß ist die Grundfläche von Schule
und Sporthalle. Insgesamt werden 64 000 Kubikmeter Erde bewegt, 3700 Tonnen Stahl und 12 000 Kubikmeter Beton verbaut. Im August sollte der
Rohbau fertig sein und Mitte 2011 die ganze Schule.
In den Baugruben stand das Wasser zwischen 50 und 80 Zentimeter hoch. Auch die Kräne standen mit ihren Füßen im Wasser. Ein Grund für die
Wassermenge war offenbar der lehmige Boden, der sich vollgesaugt hatte und von dem das Wasser nur noch schlecht ablief. Außerdem kamen S
turzbäche aus dem Spießwald, denn der hat von der Bahnlinie zur Schulbaustelle hin ein leichtes Gefälle.
Am Erlenbach in Burgholzhausen dagegen traten keine größeren Probleme auf. «Wir haben die Pegelstände ständig kontrolliert und waren kurz davor,
Sandsäcke aufzuschichten und Straßen abzusperren, aber die Lage entspannte sich schnell wieder», so Neeb. Er betonte zudem: «Wir konnten nur
deshalb an so vielen Stellen gleichzeitig und schnell helfen, weil wir vier schlagkräftige Wehren haben.
07.05.2010
Auto überschlägt sich: Insassen leicht verletzt
Glück im Unglück hatten gestern früh eine junge Frau und ein junger Mann: Obwohl sich ihr Auto überschlagen hatte,
wurden sie nur leicht verletzt. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Unfall ereignete sich, wie Stadtbrandinspektor
Ulrich Neeb mitteilte, gegen 17.30 Uhr auf der Straße zwischen Burgholzhausen und Seulberg.
Die Unfallursache ist noch nicht geklärt. Fest steht nur, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und
der Wagen schließlich in einem Kornfeld auf dem Dach landete. Weil Kühlerflüssigkeit auf den heißen Motor gelaufen
war und es deswegen qualmte, befürchteten Zeugen zunächst, das Auto könnte Feuer fangen.
Das war aber glücklicherweise unbegründet. Insgesamt 18 Feuerwehrleute aus Burgholzhausen und Friedrichsdorf-Mitte
eilten in 4 Fahrzeugen herbei. Der Burgholzhäuser Wehrführer Wolfgang Fuchs leitet den Einsatz. Die Helfer sicherten
die Unfallstelle, klemmten die Batterie des Unglücks-Wagens ab, beseitigten ausgelaufene Flüssigkeiten und stellten
das Auto wieder auf die Räder. Die anderen Autofahrer wurden an der Unfallstelle vorbeigeleitet, der Verkehr staute sich.
Der Einsatz war gegen 8 Uhr beendet. Der Schaden wird auf 4000 Euro geschätzt.
14.04.2010
Verteilerkasten in Flammen
Ein Stromverteilerkasten nahe dem Spielplatz am Oberberg hat gestern Mittag Feuer gefangen. Wie Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb berichtete,
hatte sich ein Junge gegen den Kasten gelehnt, da war die kleine Elektroverteiler-Station umgefallen. Kurz darauf züngelten Flammen aus der Anlage.
Möglicherweise hatte ein Kurzschluss den Kasten in Brand gesetzt. Um 12.45 Uhr alarmierte ein Passant die Feuerwehr, das Kind blieb
unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.
Die Feuerwehr Burgholzhausen rückte unter der Leitung von Wehrführer Wolfgang Fuchs an, außerdem kam aus Friedrichsdorf-Mitte ein fahrbarer Anhänger voller Löschmittel.
Insgesamt waren 12 Mann im Einsatz. Sie löschten mit Wasser. Das war möglich, weil sie einen Sicherheitsabstand einhielten und die Sicherung des Verteilerkastens
herausgeflogen war. Zwei Feuerwehrleute trugen, wegen der giftigen Kunststoffdämpfe, Atemschutzgeräte.
Die Feuerwehr verständigte zudem den zuständigen Energieversorger, die Oberhessische Versorgungsbetriebe Aktiengesellschaft (OVAG). Von dort kamen
Spezialisten und überprüften Strom- und Sicherungskasten. Der Einsatz war gegen 13.30 Uhr beendet. Der Schaden wird auf 3000 Euro geschätzt.
Der Verteilerkasten wird unter anderem bei Veranstaltungen der Jugendpflege auf dem Abenteuerspielplatz gebraucht.
09.04.2010
Auto fängt Feuer: Totalschaden
Gegen Ende des morgendlichen Berufsverkehrs geriet am Freitagvormittag an der Kreuzung der Höhenstraße mit der Landstraße 3057
zwischen Bad Homburg und Köppern ein 18 Jahre alter VW Passat in Brand.Ein 53-jähriger Autofahrer aus Bad Homburg war mit dem
Wagen unterwegs in Richtung Köppern gewesen. Etwa 50 Meter vor der Kreuzung blieb der Wagen plötzlich stehen und aus dem
Motorraum züngelten Flammen. Der Autofahrer konnte gerade noch aussteigen, er blieb unverletzt. Gegen 8.40 Uhr gab es Alarm für
die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsdorf. Unter der Leitung des stellvertretenden Wehrführers Jens Schlusa rückten 12 Männer und
Frauen mit 3 Fahrzeugen aus, eine 30 Meter hohe dunkle Rauchsäule wies ihnen den Weg.
Schwerer Atemschutz
Zwei Feuerwehrleute hatten schon im Löschfahrzeug schweren Atemschutz angelegt. Sie konnten das Feuer schnell löschen. Die Brandschützer
streuten auch ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Das Löschwasser lief die leicht abschüssige Straße hinab. Die Landstraße wurde bereits im
Tal aus Richtung Bad Homburg voll gesperrt und der Verkehr über einen geteerten Feldweg umgeleitet. Auf der anderen Seite sperrte die Polizei
ab der Kreuzung die Straße nach Bad Homburg vollständig ab. Es kam rund um die Kreuzung zu Staus in alle Richtungen. Im Einsatz waren auch
Wehrführer Pino Raguso und Kreisbrandinspektor Carsten Lauer, der aktives Mitglied der Wehr Friedrichsdorf ist. Der 53-jährige Besitzer des 18 Jahre
alten VW Passat schätzte den Totalschaden am ausgebrannten Auto auf 1500 Euro. Die Straße zwischen Friedrichsdorf und Bad Homburg
blieb über eine Stunde voll gesperrt.
23.03.2010
Schwer verletzt wurde eine junge Frau gestern früh um 6 Uhr bei einem Unfall auf der Seulberger Umgehungsstraße.
Seulberg. Schwerer Unfall gestern früh um 6 Uhr an der Seulberger Umgehungsstraße: Eine 29 Jahre alte Frau musste schwer
verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Ein 47 Jahre alter Fahrer hatte offenbar eine rote Ampel überfahren und war mit
voller Wucht gegen den Wagen der Frau geprallt. Ihr Auto wurde 20 Meter weit ins Feld geschleudert und drehte sich um 180 Grad.
Die Feuerwehr brauchte 40 Minuten, um die Frau aus dem Fahrzeugwrack zu befreien. Im Berufsverkehr bildeten sich lange Staus.
Unglücksort war die Kreuzung der Vilbeler Straße mit der Umgehungsstraße. Die Bad Homburgerin kam auf der Umgehungsstraße
aus Richtung Gonzenheim und fuhr mit ihrem Kleinwagen über die grüne Ampel. Ein entgegenkommender Fahrer aus Bad Homburg
wollte nach links in Richtung Ober-Erlenbach abbiegen, beachtete aber offenbar nicht die «Rot» zeigende Linkabbieger-Ampel. So kam
es zum Frontalzusammenstoß. Die junge Frau wurde im Fußraum ihres Wagens schwer eingeklemmt.
Es gab Alarm für die Freiwilligen Feuerwehren Seulberg und Friedrichsdorf-Mitte, den Bad Homburger Notarzt, zwei Rettungswagen
des DRK und Rettungsdienstleiter Uwe Hambückers. Die Fahrerin wurde während der Rettungsmaßnamen der Feuerwehr ständig durch
Notarzt und Rettungsassistenten versorgt und betreut. Die Wehren Friedrichsdorf und Seulberg waren unter Leitung des stellvertretenden
Stadtbrandinspektors Jürgen Leyendecker mit 5 Fahrzeugen und 26 Männern und Frauen im Einsatz.
Mit Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylinder des Rüstwagens RW 2 der Wehr Friedrichsdorf-Mitte konnten die Feuerwehrleute die
äußerst kompliziert eingeklemmte Frau befreien. Sie wurde mit Notarztbegleitung im Rettungswagen in die Berufsgenossenschaftliche
Unfallklinik nach Frankfurt gebracht. Der Unfallverursacher blieb unverletzt.
Die Feuerwehrleute klemmten die Batterien der Unfallautos ab und streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Von dem Acker, wohin der
Kleinwagen geflogen war, trugen die Feuerwehrleute vorsichtshalber etwas Erdreich ab. Den Totalschaden an beiden Wagen schätzte
die Polizei, die mit rund sechs Beamten an der Unfallstelle im Einsatz war, auf 12 000 Euro.
Durch den Unfall – die Straßen an der Kreuzung waren durch Morgentau leicht feucht – kam es weiträumig um die Unfallstelle herum zu V
erkehrsbehinderungen und Staus im Berufsverkehr. Der Feuerwehreinsatz dauerte über zwei Stunden bis nach 8 Uhr.
Die Straße war zu diesem Zeitpunkt spiegelglatt», erklärte Neeb. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte es Frost gegeben, gegen 9.30 Uhr wurde an der Unfallstelle nur ein Grad plus gemessen. Der Boden war offenbar noch gefroren. Um 9.15 Uhr wurden Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei alarmiert. Der Rettungsdienst befreite die Frau schnell aus dem Auto und untersuchte sie. Die Feuerwehrleute sperrten die Unfallstelle ab und beseitigten ausgelaufenes Öl und Benzin. Zudem regelten sie, unter Aufsicht der Polizei, den Verkehr. Denn die Fahrspur in Richtung Bad Homburg war komplett blockiert. Der Verkehr staute sich, so dass Wechselverkehr eingerichtet werden musste. Der stellvertretende Wehrführer aus Friedrichsdorf-Mitte, Jens Schlusa, leitete den Einsatz. 12 Feuerwehrleute waren in drei Fahrzeugen zur Unfallstelle geeilt. Auch Kreisbrandinspektor Carsten Lauer verschaffte sich ein Bild von der Lage. Gegen 9.55 Uhr rückte die Feuerwehr wieder ab. Später wurde das verunglückte dunkelblaue Auto von einem Abschleppwagen aus dem Graben gehoben und in eine Werkstatt gebracht.
08.03.2010
Wehren im Dauereinsatz
Großbrände, Verkehrsunfälle, Unwetterschäden – es gab kaum einen Ernstfall, der den Friedrichsdorfer Feuerwehren 2009 erspart geblieben ist.
Dementsprechend beeindruckend fällt die Einsatzbilanz von Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb aus.
Jeden Tag eine gute Tat» lautete die Devise im vergangenen Jahr, denn mit 363 Einsätzen rückten die Stadtteilwehren
– statistisch betrachtet – im 24-Stunden-Takt aus. Damit verzeichneten die Löschtrupps zwar 89 weniger Alarmierungen
als 2008, allerdings hatte seinerzeit allein das Sturmtief «Emma» mit rund 100 Notrufen zu Buche geschlagen. Im
Fünfjahreszeitraum hält die Tendenz zu deutlich mehr Einsätzen unverändert an, stellte Neeb jetzt bei der der
Jahreshauptversammlung der freiwilligen Helfer im Gerätehaus am Placken fest.
Viele der Notfälle liefen glimpflich ab, andere hingegen forderten Verletzte oder gar Todesopfer. Ein besonders tragischer
Fall ereignete sich in der Hugenottenstraße, wo es eine 80-jährige Frau nicht rechtzeitig schaffte, sich aus ihrem brennenden
Sessel zu befreien. Die Seniorin überlebte ebenso wenig wie ein 18 Jahre alter Frankfurter, der auf der Autobahn mit seinem
Fahrzeug unter einen Lkw geraten war und dabei so schwer verletzt wurde, dass er kurze Zeit später auf dem Operationstisch
verstarb. Zwei Suizide auf der Strecke der Taunusbahn waren ebenfalls zu beklagen. Schwerwiegende Einsätze trugen sich
auch im Köpperner Tal zu, einem der Unfallschwerpunkte auf Friedrichsdorfer Gemarkung. So verlor im Oktober der Fahrer
eines Geländewagens die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte mit voller Wucht in den Gegenverkehr. Das wurde einer
47-jährigen Frau zum Verhängnis, die nicht mehr ausweichen konnte und aus den Trümmern ihres Kleinwagens befreit werden musste.
Während die Hilfeleistungen 66 Prozent der Alarme ausmachten, registrierten die Retter Fehlalarme im Umfang von 19 Prozent.
Dagegen spielte die Brandbekämpfung mit rund 15 Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Feuer wütete unter anderem in der
Obdachlosenunterkunft in den Taunus-Quarzit-Werken und in einer Oldtimer-Garage in Köppern, wo zwei Personen verletzt
wurden. Dagegen kamen zwei 7- und 13-jährige Kinder in Burgholzhausen mit dem Schrecken davon. Sie steckten versehentlich
eine Küche in Brand, so dass am Ende nur noch die Feuerwehr helfen konnte. Bilanz des entgangenen Kochvergnügens: 20 000 Euro
Sachschaden. Breiten Raum nahmen außerdem Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sowie Räumungsübungen an
Schulen und Kindergärten ein.
Im Hinblick auf die vielfältigen feuerwehrtechnischen Aufgaben gewinnt die Fort- und Weiterbildung zunehmend an Bedeutung.
Aus diesem Grund brachten 181 «Fire Fighter» 3583 Stunden auf Lehrgängen zu, um ihren hohen Ausbildungsstand weiter zu
verbessern. Und auch die Mitgliederentwicklung innerhalb der Stadtteilwehren stimmt optimistisch, machte Neeb deutlich. G
egenwärtig gehören 1439 Friedrichsdorfer Bürger den Feuerwehrvereinen an, die Alters- und Ehrenabteilungen bringen es
auf 83 Frauen und Männer. Permanent gestiegen ist auch die Zahl der aktiven Brandbekämpfer, und zwar von 180 im Jahr 2003
auf 217 Ende 2009. «Unserer sehr guten Jugendarbeit ist es zu verdanken, dass der Nachwuchs die aus Altersgründen ausscheidenden
aktiven Kameraden gut ersetzen kann», betonte der Stadtbrandinspektor. Derzeit sind 63 Kinder und Jugendliche in den
Jugendfeuerwehren engagiert, die nicht nur Löschtechniken erlernen, sondern auch Sozialkompetenzen. Ihre Zahl soll sich in diesem
Jahr mit Hilfe von gezielten Werbekampagnen auf etwa 80 erhöhen. Als erfreulich bezeichnete Neeb den mit 12 Prozent
überdurchschnittlich hohen Frauenanteil in den Stadtteilwehren.
Friedrichsdorfs Bürgermeister und Brandschutzdezernent Horst Burghardt (Grüne) lobte das Engagement und die große Zahl von
jungen Leuten und Frauen in den Feuerwehren. «Eine Berufsfeuerwehr wäre für unsere Stadt finanziell nicht zu leisten», zeigte er
sich dankbar angesichts der «gemessen an manchen Nachbarstädten keineswegs selbstverständlichen ehrenamtlichen Strukturen.
Stadtverordnetenvorsteher Karl Günther Petry (FWG) erinnerte an die prekäre Haushaltslage und sicherte den Feuerwehren auch
in schwierigen Zeiten Unterstützung der Politik zu: «Nothilfe ist immer notwendig und kann nicht mit Geld gemessen werden.
Landtagsabgeordneter Holger Bellino (CDU) ließ wissen, dass die bisherigen Landeszuschüsse für das Feuerwehrwesen beibehalten würden.
03.03.2010
Der Verkehr staute sich gestern zwischen 9.15 und 10 Uhr an der Landstraße zwischen Friedrichsdorf und Bad Homburg. Eine Frau hatte die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren.
Im Straßengraben ist gestern früh eine 42 Jahre alte Fahrerin mit ihrem Auto gelandet. Glücklicherweise blieb die Frau unverletzt. Sie war kurz nach 9 Uhr auf der Landstraße L 3057 von Friedrichsdorf nach Bad Homburg unterwegs, wie Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb berichtete. Zwischen Sonnenbad und Bottigtal, kurz vor dem Bad Homburger Ortseingangsschild, verlor sie die Kontrolle über ihren Wagen. Das Auto dreht sich gegen die Fahrtrichtung, mähte ein Verkehrsschild um und blieb schließlich im Graben liegen. Der Sachschaden wird auf rund 3000 Euro geschätzt.
22.02.2010
Neue Führung für Nachwuchsabteilung
Der Nachwuchs ist für das Überleben eines Vereins unabdingbar. Entsprechend gut muss die Jugendarbeit organisiert sein.
Bei den Friedrichsdorfer Feuerwehren zeichnen dafür jetzt zwei neue Männer verantwortlich. Andreas Löw heißt der neue
Stadtjugendwart der Friedrichsdorfer Feuerwehren. Der 47-Jährige übernimmt die Nachfolge von Jochen Gutgesell, der sein
Amt aus privaten Gründen zur Verfügung gestellt hatte. Ebenso einstimmig wie die Wahl von Löw erfolgte die seines
Stellvertreters Stephan Laubinger.
Andreas Löw war von 1975 bis 1985 bei der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsdorf-Mitte aktiv, musste dann jedoch für
12 Jahre berufsbedingt pausieren. Da sich der Brandbekämpfer auch in dieser Zeit der Feuerwehr stets verbunden fühlte,
kehrte er 1997 wieder zur Truppe zurück. Löw engagierte sich unter anderem als Jugendgruppenleiter und stellvertretender
Jugendwart. Von 2003 an bewährte sich der Oberlöschmeister in der Position des Jugendfeuerwehrwarts seiner Stadtteilwehr,
bevor ihm 2008 das Amt des stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwarts übertragen wurde. Der Friedrichsdorfer ist
verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein 17-jähriger Sohn Dominic – ebenfalls Feuerwehrmann in der Stadtteilwehr Mitte –
wurde 2009 von der Jugend- in die Einsatzabteilung übernommen.
Über einen reichhaltigen Erfahrungsschatz in der Nachwuchsarbeit verfügt auch Stephan Laubinger, der bereits im Alter von
10 Jahren der Jugendfeuerwehr Burgholzhausen angehörte. Nach seinem Übergang in die Einsatzabteilung engagierte sich
der heute 28-Jährige weiter in der Jugendbetreuung, so dass er schließlich 2007 zum Holzhäuser Jugendfeuerwehrwart
ernannt wurde. Diese Funktion möchte der ledige Installateur auch in Zukunft ausfüllen.
Oberste Priorität hat für die beiden neuen Verantwortlichen die Mitgliederwerbung, damit die Jugendabteilungen
ihre Rolle als «Stütze der aktiven Feuerwehren» in bewährter Manier wahrnehmen und weiterhin zur Stärkung der
Schlagkraft der Friedrichsdorfer Brandbekämpfer beitragen können. Publikumswirksame Aktionen sind beispielsweise
schon für den «Tag des Telefons» am 16. Mai vorgesehen. Darüber hinaus wollen Löw und Laubinger in den Schulen
um weitere Nachwuchskräfte werben.
Den Jugendfeuerwehren gehören derzeit 63 Mädchen und Jungen zwischen 10 und 17 Jahren an, die in den
Gruppenstunden Feuerwehrtechniken erlernen, aber auch von Freizeitangeboten wie Zeltlagern oder Ausflügen profitieren.
«Bei den Feuerwehren zählt eben nicht nur das Wissen um Löschtechniken und Gerätschaften, sondern in besonderem
Maße auch der Teamgeist», zeigte sich Löw optimistisch, die Jugendfeuerwehren in der Hugenottenstadt weiter
voranbringen zu können.
Brand mit hohem Sachschaden in Friedrichsdorf
Die Lagerhalle einer Fensterbaufirma ist am späten Samstagabend aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geraten und ausgebrannt.
Es entstand ein Sachschaden von ca. 150 000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. Passanten bemerkten einen Feuerschein im Gebäude
und alarmierten laut der Polizei sofort die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich das Feuer bereits über das gesamte
Gebäude ausgebreitet. Flammen schlugen aus dem Dach, das komplett in Flammen stand. Das Feuer konnte schließlich durch die Kräfte
der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht werden. Angrenzende Gebäude oder Personen waren nicht gefährdet.
Durch den Brand wurde die Halle, drei darin befindliche Fahrzeuge und weiteres Inventar zerstört bzw. beschädigt. Personen wurden nicht
verletzt. Es entstand ein Gesamtschaden von um die 150 000 Euro. Die Feuerwehr war mit insgesamt 15 Fahrzeugen und 89 Einsatzkräften
zum Löschen ausgerückt. Die Gesamteinsatzzeit betrug über drei Stunden.
15.11.2009
Suizid im Bahnhofsbereich
Friedrichsdorf. Ein tragischer Fall von Suizid im Bereich des Friedrichsdorfer Bahnhofs brachte am gestrigen Nachmittag den Bahnverkehr für gut eineinhalb Stunden zum Erliegen. Wie die Polizei auf Anfrage der TZ mitteilte, hatte sich ein 54-Jähriger mit Nebenwohnsitz in Bad Homburg unbemerkt auf die Gleise begeben und sich unter die dort wartende S 5 in Richtung Frankfurt gelegt. Beim Anfahren des Zuges wurde der Mann getötet. Mit Unverständnis reagierten die mit der Bergung des Opfers und Sicherung der Unglücksstelle beschäftigten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auf das Verhalten vieler Schaulustiger. Sogar Kinder seien von ihren Eltern herangeführt worden, um sich den Unfallort anzuschauen, hieß es gestern nach dem Einsatz.
21.09.2009
Kleiner Junge von Auto erfasst
Glück im Unglück hatte gestern Mittag ein fünfjähriger Junge. Als eine 38-jährige Autofahrerin einen Parkplatz des Houiller Platzes in Richtung Lilienweg verlassen wollte,
übersah sie den herannahenden Jungen auf seinem Roller. Der fünfjährige Friedrichsdorfer wurde von dem Fahrzeug erfasst und geriet zum Teil unter das Auto.
Zufällig seien Rettungssanitäter und eine Polizeistreife in der Nähe gewesen, so Ingo Hahn, Dienstgruppenleiter der Polizei.
Der Junge erlitt eine Oberschenkelfraktur und wurde ins Krankenhaus Höchst abtransportiert. Zunächst wurden die Feuerwehren Friedrichsdorf Mitte und Seulberg
alarmiert, da angenommen wurde, dass das Kind vollkommen unter das Auto geraten war, so Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb.
Tatsächlich stieß der Junge jedoch nur mit dem hinteren, rechten Teil des Autos zusammen.
06.09.09
Rohrbruch: Abwasser läuft in Garagen
Mit Fäkalienwasser hatten Feuerwehrleute gestern Vormittag in der Wilhelmstraße zu kämpfen. Die unappetitliche Brühe war in zwei Garagen gelaufen.
Gründe waren ein abgerissenes Rohr und eine dicke Verstopfung. Die Kanalisation auf dem Gelände der neuen Wohnanlage mit der Hausnummer 8
befindet sich in Privatbesitz. Die Überleitung der Abwässer an die öffentliche Kanalisation erfolgt in einem Schacht kurz vor der Straße.
Durch einen Defekt in diesem Übergabeschacht konnten die Abwässer, wie Oliver Witte vom Friedrichsdorfer Tiefbauamt erläuterte, nicht in die
öffentliche Kanalisation weitergeleitet werden. So bildete sich ein Rückstau, der an der tiefsten Stelle der Wohnanlage, dem Haus Wilhelmstraße 8 m/n,
zur Überflutung der beiden Garagen und eines angrenzenden Kellerraums führte. Am Donnerstagmorgen hatte es zudem mehrere Stunden lang
geregnet. Doch das sei nicht der Hauptgrund für das Unglück gewesen.
Gegen 10 Uhr gab es Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsdorf. Unter Leitung von Wehrführer Pino Raguso und dessen Stellvertreter
Jens Schlusa waren acht Feuerwehrleute mit drei Fahrzeugen und dem Wasserschadensanhänger über zwei Stunden im Einsatz.
Laut Raguso stand die trübe Brühe auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern bis zu 5 Zentimeter hoch. Selbst draußen im Freien roch es übel.
Schlusa meinte, dass die Besitzer der in den Garagen stehenden Autos wohl später noch nachschauen müssten, ob unter ihren Fahrzeugen
Fäkalienabfälle zurückgeblieben waren. Mit zwei Tauchpumpen und zahlreichen Wasserschiebern entfernten die Feuerwehrleute Flüssigkeit und Toilettenpapier-Reste.
Sie waren absolut nicht zu beneiden. Ihre beiden Tauchpumpen waren mehrmals durch stinkende Fäkalien und Papier verstopft und mussten
zwischendurch immer wieder gereinigt werden. Die Siebe in den privaten Abwasserschächten waren allesamt verstopft und nach Einschätzung
der Feuerwehr möglicherweise noch nie gereinigt worden. Die Häuser in der Wilhelmstraße 8 wurden 2006 bezogen.
Auch der Übergabeschacht von der privaten zur öffentlichen Kanalisation in der Nähe der Straße wurde wohl noch nie gereinigt, wie die Einsatzkräfte
vermuteten. Ein Filtereinsatz in diesem Schacht war mit Sand und kleinen Steinen verstopft. Nach Angaben der Feuerwehr war die Rohrverbindung
der privaten Kanalisation in dem Übergabeschacht abgebrochen und die Fäkalien-Abwässer konnten dadurch nicht mehr in die öffentliche Kanalisation
gelangen. Durch diesen Rückstau kam es zur Fäkalien-Überflutung. Ein privater Kanalreinigungsdienst wurde hinzugezogen und ein Rohrbau-Unternehmen
musste das abgebrochene Rohr in dem Übergabeschacht instand setzen.
23.06.2009
18-Jähriger bei Unfall auf A5 tödlich verletzt
Friedrichsdorf-Köppern. Ein 19-jähriger Autofahrer aus Frankfurt war in der Nacht zum Dienstag auf der Autobahn A 5
aus Richtung Kassel auf der mittleren Fahrspur mit hoher Geschwindigkeit in einem 5-er BMW unterwegs Richtung Frankfurt.
Etwa 500 Meter hinter der Auffahrt Köppern Richtung Bad Homburger Kreuz ereignete sich dann ein schrecklicher Unfall.
Aus nach Polizeiangaben noch unbekannten Gründen raste der BMW mit der Beifahrerseite unter den Anhänger eines auf
der rechten Spur fahrenden Lastzuges. Der 5-er BMW wurde zurückgeschleudert, prallte gegen die mittlere Leitplanke,
an dieser Stelle eine Betonwand.
Der 18-jährige Beifahrer aus Frankfurt wurde in dem auf der Beifahrerseite total zerstörten BMW äußerst schwer mit dem
ganzen Körper eingeklemmt. Mit zwei Spreizern, zwei Rettungsscheren und einem Rettungszylinder gelang es den
alarmierten Feuerwehrleuten in rund 45 Minuten dramatischer Rettungsarbeit den kompliziert von Kopf bis Fuß eingeklemmten
18-jährigen Beifahrer aus dem BMW-Wrack zu befreien. Während der Rettungsarbeiten wurde der lebensgefährlich Verletzte
vom Notarzt und Rettungsassistenten versorgt. Mit Notarztbegleitung wurde er im Rettungswagen in das Berufsgenossenschaftliche
Unfallkrankenhaus nach Frankfurt gebracht, wo er nach Polizeiangaben am Dienstagvormittag wegen seiner lebensgefährlichen
Verletzungen verstarb. Der 19-jährige Fahrer wurde nur leicht verletzt, der Fahrer des Lastzuges erlitt einen leichten Schock.
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04.06.2009 |
04.06.2009 |
03.06.2009
66 Feuerwehrleute waren am Dienstagabend im Einsatz als in der Hugenottenstraße ein Feuer ausbrach.
Nur einer von zwei Einsätzen an diesem Abend.
Lebensgefährliche Verletzungen hat eine 80-jährige Frau am späten Dienstagabend bei einem Brand in ihrem Wohnzimmer im Erdgeschoss eines Hinterhauses in der Hugenottenstraße 1 a in Friedrichsdorf erlitten. Die Notärzte aus Bad Homburg und ihre Kollegen des Rettungshubschraubers Christoph Hessen diagnostizierten großflächige Verbrennungen dritten Grades. Die Frau saß während des Brandes in ihrem Sessel im Wohnzimmer. Laut Polizei ist die versehentliche Inbrandsetzung von Mobiliar die Ursache für die Flammen. Einsatzkräfte an der Brandstelle vermuteten, dass die Frau in ihrem Sessel geraucht hatte. Zwei Männer aus dem Vorderhaus nahmen den Brand wahr und holten die Frau unmittelbar vor dem Eintreffen der Rettungskräfte aus dem brennenden Sessel. Auch löschten sie die Flammen mit einem Pulverlöscher. Beide Männer wurden anschließend mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Hochtaunusklinik nach Bad Homburg gebracht.
Um 22.05 Uhr ging der Notruf bei den Freiwilligen Feuerwehren Friedrichsdorf, Seulberg und Burgholzhausen ein. Auch drei Rettungswagen von DRK und MHD und der Organisatorische Rettungsdienstleiter Thomas Kapell wurden zum Ort des Geschehens gerufen. In der Alarmmeldung hieß es, dass sich in der brennenden Wohnung noch eine Person befinden würde. Schnell wurde dann klar: Feuer gefangen hatte nur der Sessel, in dem die Frau saß. Der Rauch jedoch war bis ins Vorderhaus gezogen. Die Feuerwehrleute lüfteten daher das gesamte Haus mit Hochleistungslüftern. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf lediglich 2000 Euro. Stadtbrandinspektor Uli Neeb war gleichzeitig mit dem Seulberger Tanklöschfahrzeug weniger als fünf Minuten nach der Alarmierung an der Brandstelle. Im Einsatz waren unter Leitung des Friedrichsdorfer Wehrführers Pino Raguso mit Unterstützung von Neeb und dessen Stellvertreter Jürgen Leyendecker insgesamt 66 Feuerwehrleute mit 12 Fahrzeugen. Der Rettungsdienst war zudem mit 13 Kräften vor Ort. Der Rettungshubschrauber Christoph Hessen war unterdessen auf dem Parkplatz des Toom-Markts gelandet, um die lebensgefährlich verletzte Frau in das Offenbacher Stadtkrankenhaus zu fliegen, das über eine Station für Brandverletzungen verfügt. Am 04.06.2009 ist die Frau an ihren schweren Verbrennungen verstorben.
Für die Friedrichsdorfer Feuerwehren war der Einsatzabend mit dem Brand noch nicht beendet. Schon gegen 22.45 Uhr wurden Stadtbrandinspektor Uli Neeb und die Wehren Köppern und Burgholzhausen zu einem erneuten Einsatz gerufen. Dieses Mal auf die Autobahn A 5. Ein in Richtung Frankfurt fahrender LKW aus Pforzheim, der Schweinehälften geladen hatte, war in Höhe der Anschlussstelle Köppern über ein auf der Fahrbahn liegendes Eisenstück gefahren und hatte sich dabei den Dieseltank aufgerissen. 1,3 Kilometer später kam der LKW auf der Brücke, die über die Straße zwischen Köppern Buscheck und Rosbach führt zum Stehen – hinter sich eine lange Dieselspur.
20.05.2009
Breit und glitschig: Verkehrshindernis Ölspur
Eine 1,6 Kilometer lange glitschige Ölspur hat am Mittwoch zwischen 11.15 und 13.30 Uhr den Verkehr in Friedrichsdorf behindert. Die gesamte Höhenstraße und die Landstraße L 3057 zwischen der Höhenstraße und dem Bad Homburger Waldfriedhof waren über zwei Stunden lang halbseitig gesperrt. Der Verkehr in Richtung Bad Homburg wurde umgeleitet. Auch der Verkehr, der von der Umgehungsstraße kam, war betroffen. Das berichtete Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb, der gemeinsam mit dem Seulberger Wehrführer Claas Ludwig den Feuerwehr-Einsatz leitete.Die Wurzel des Übels war ein Kleinlaster des Bad Homburger Bauhofs. Dieses Fahrzeug hatte die zwischen 2 und 2,5 Meter breite Spur von der Unterführung an der Einmündung zur Berliner Straße bis kurz vor den Bad Homburger Ortseingang hinter sich hergezogen. Dort hatte der Fahrer offenbar gemerkt, dass etwas nicht stimmte und das Fahrzeug angehalten. Möglicherweise sei an dem Wagen ein Hydraulikschlauch geplatzt, so Neeb.Ein Autofahrer hatte die Polizei informiert. Die Beamten stellten schnell fest, dass das ausgelaufene Öl so rutschig wie Glatteis war und alarmierten die Feuerwehr. Insgesamt 40 Mann von den Wehren Seulberg, Friedrichsdorf-Mitte und Burgholzhausen waren mit 9 Fahrzeugen im Einsatz. Sie streuten die glitschige Spur mit über 1100 Kilo Ölbindemittel ab und fegten dann die Straße. Eine Kehrmaschine des Friedrichsdorfer Bauhofs beseitigte schließlich das gebundene Öl. Um 13 Uhr war die Höhenstraße wieder normal befahrbar. Die in Mitleidenschaft gezogene Fahrspur der Landstraße zwischen Höhenstraße und Bad Homburg wurde um 13.30 Uhr für den Verkehr freigegeben. Der Einsatz war gegen 14 Uhr beendet.
20.03.2009
Brandstiftung an der Plantation
Am Mittwochnachmittag kurz vor 17 Uhr gab es zwei kleine Feuer in der Straße an der Plantation. In einem kleinen Wäldchen brannten rund 20 Quadratmeter Waldboden
und, nur unweit davon entfernt auf dem Parkplatz des Sportplatzes, 4 Quadratmeter Laub. Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsdorf-Mitte war unter Leitung
des stellvertretenden Wehrführers Jens Schlusa mit 3 Fahrzeugen und 18 Mann im Einsatz. Mit 2 C-Rohren löschten die Feuerwehrleute den brennenden Waldboden
und mit einem C-Rohr das brennende Laub. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Brandstiftung.
26.02.2009
Am Mittwochabend gab es Alarm für die Freiwilligen Feuerwehren Köppern, Seulberg, Friedrichsdorf, sowie einen Rettungswagen der DRK-Wache Bad Homburg.
Aus einem Haus in der Straße Bahnhof Saalburg 10, auf dem Gelände des ehemaligen Taunus-Quarzit-Werks in der Nähe der Lochmühle, drang dichter, schwarzer Qualm.
In den als Obdachlosenunterkunft genutzten Häusern wohnen zurzeit 17 Männer und Frauen. In einem langgezogenen eingeschossigen Bau brannte es in einem etwa 30 Quadratmeter großen Zimmer.
Alle Bewohner hatten bei Eintreffen der Feuerwehr das Haus bereits verlassen. Vorher waren Löschversuche mit einem Gartenschlauch gescheitert.
Wegen der starken Rauchentwicklung hatten 6 Feuerwehrleute Atemschutz angelegt.
Mit einem C-Rohr gelang es ihnen, das Feuer rasch zu löschen. Trotzdem war das Zimmer, in dem ein Flachbild-Fernseher stand, völlig ausgebrannt.
Durch ihr schnelles Eingreifen konnten die Köpperner und Seulberger Feuerwehrleute jedoch ein Übergreifen der Flammen auf andere Zimmer oder das ganze Gebäude verhindern. Um an Glutnester heranzukommen, brachen die Brandschützer auch die Zimmerdecke auf.
Mit der Wärmebildkamera suchte Wehrführer Michael Homm nach weiteren Glutnestern. Zuletzt rückte noch der Rüstwagen der Wehr Friedrichsdorf an und brachte Material, um nach Abschluss der Lösch- und Nachlöscharbeiten das ausgebrannte Zimmer wieder verschließen zu können.
07.01.2009
Feuerwehr eilt zu Schornstein
Am Mittwochmorgen um kurz nach 8 Uhr gab es Stadtalarm für alle vier Friedrichsdorfer freiwillige Feuerwehren. In Köppern hatte ein stark qualmender Schornstein
die Vermutung genährt, dass der komplette Dachstuhl in Flammen stehe. Nach dem Eintreffen der 59 Feuerwehrleute, die mit 11 Fahrzeugen unter Leitung des Köpperner
Wehrführers Michael Homm angerückt waren, gab es schnell Entwarnung. Eine normale Verbrennung hatte den Qualm ausgelöst.
Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jürgen Leyendecker machte sich ein Bild von der Lage.
05.01.2009
Linienbus verliert Diesel
Friedrichsdorf. Ein aus Grävenwiesbach kommender Bus der Linie 59 (Betreiber ist die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen) hat am späten Samstagabend auf einer Strecke von über 8 Kilometern zwischen Wehrheim und Friedrichsdorf Bahnhof, wo der Bus laut Fahrplan um 23.04 Uhr eintraf, eine Dieselspur hinterlassen und einen Großeinsatz der Feuerwehr verursacht.
Um 23.51 Uhr löste die zentrale Leitstelle im Bad Homburger Landratsamt Alarm aus für die Freiwilligen Feuerwehren Friedrichsdorf und Burgholzhausen sowie auf Anforderung von Friedrichsdorfs Stadtbrandinspktor Ulrich Neeb wenig später auch für die Wehr Köppern. Unter Leitung von Neeb und seinem Stellverteter Jürgen Leyendecker waren schließlich die drei Wehren mit 12 Fahrzeugen sowie 50 Männer und Frauen rund 2 Stunden im Einsatz.
Die Feuerwehrleute streuten mit 12 Sack Ölbindemitteln, das sind 240 Kilogramm, die Dieselspur ab. Danach kehrten sie an vielen Stellen das dekontaminierte Bindemittel zusammen und schaufelten es in Plastiksäcke zum Abtransport.
Neeb verständigte telefonisch den Wehrheimer Gemeindebrandinspektor Stefan Fey, da auch im Wehrheimer Einsatzgebiet Dieselspuren zu sehen waren. Schwerpunkte im Einsatzgebiet waren die dabei Kreuzung Buscheck (L 3057), in Köppern die S-Kurve an der evangelischen Kirche, in Friedrichsdorf selbst die Kreuzung Färberstraße/Hugenottenstraße und die Cheshamer Straße bis zum Bahnhof. Dort überall wurden die Wehren Burgholzhausen und Friedrichsdorf tätig.
Kreisbrandinspektor Carsten Lauer kochte im Feuerwehrhaus Friedrichsdorf Kaffee und Früchtetee und brachte mehrere Kannen davon in die Färberstraße Ecke Hugenottenstraße, damit sich die Feuerwehrleute dort bei dem Großeinsatz bei Minustemperaturen aufwärmen konnten. Gegen Ende des rund zweistündigen Einsatzes fand schließlich eine kleine Schlussbesprechung statt. Zuletzt wurden dann an den gefährdeten Stellen noch Ölspur-Warnschilder aufgestellt.
Wie ermittelt wurde, war der Dieselkraftstoff aus dem Tankstutzen des Linienbusses ausgetreten.rho
01.01.2009
Das neue Jahr war erst zehn Minuten alt, als ein Wohnungsbrand die Feuerwehrkräfte der Stadt Friedrichsdorf in Atem hielt. In dem 8-geschossigen Gebäude «Im Dammwald 18» war im 3. Stock ein rund 10 Quadratmeter großer Balkon in Brand geraten.
Dort gestapeltes brennbares Material bot dem Feuer reichlich Nahrung, so dass nach kurzer Zeit die hohen Flammen Fensterscheibe und Balkontür zum Platzen brachten. In Windeseile griffen die Flammen auf das Wohnzimmer über. Durch die große Hitze platzten auch Fensterscheiben im darüber liegenden 4. Stock. Außerdem fing eine Markise Feuer.
Die Feuerwehrleute (unter Leitung von Seulbergs Wehrführer Claas Ludwig) mussten die Wohnungstüre zur Brandwohnung gewaltsam öffnen. Unter Atemschutz bahnten sie sich den Weg zur Brandstelle. Die Wohnungsinhaberin hatte Glück im Unglück: Sie war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht zu Hause. Von der Drehleiter aus wurden die Flammen auf dem Balkon mit einem Wenderohr bekämpft. «Durch die schnell eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte ein Übergreifen der Flammen auf die gesamte Wohnung und das Stockwerk sowie eine Evakuierung des Hauses vermieden werden», berichtet Stadtbrandinspektor Ulrich Neeb.
Mit Hochdrucklüftern wurde anschließend Qualm und Rauch aus der Wohnung geblasen. Als Brandursache vermutet die Polizei eine Silvesterrakete, die auf dem Balkon landete.
Durch die nun notwendigen umfangreichen Renovierungsarbeiten dürfte sich der Gesamtschaden auf mindestens 40 000 Euro belaufen.












